Wow! Das war mal eine herausragende Vernissage. Eine die wir schon lange nicht mehr erleben durften. Mehr als 75 Besucherinnen und Besucher standen und saßen dicht gedrängt in der Galerie des Kunstvereins um sich selbst ein Bild von den ausstellenden Künstlerinnen und Künstler zu machen, die neue Galerie zu begutachten und den Rednern zuzuhören.
Dieter Wührl gab zum letzten Mal eine launige Begrüssung zum Besten, nach dem er den Vorstandsposten vorher schon weitergereicht hat (siehe weiteren Blogpost).

Bürgermeister Harald Reisner hielt eine kurze Rede und bedankte sich beim KV für das kulturelle Engagement, und bei allen Mitgliedern für die gelungene Renovierung nach dem verheerenden Hochwasser. Er sei froh darüber dass wir in Schrobenhausen jetzt wieder nach vorne schauen können.

Dazwischen gab es musikalische Häppchen aus dem Repertoire von Nik Richter and the Nikkertronics.

Dann war es Zeit für Robert Kösslinger das Ruder als 1.Vorstand offiziell zu übernehmen.

Nach Dank an alle, insbesondere an Dieter und Marianne Wührl, und Begrüßung einiger junger Neumitglieder folgte seine programmatische Antrittsrede zur Entwicklung des Kunstvereins, die hier in Auszügen aufgeführt ist:
Über Vielfalt und kulturelle Identität der Stadt
Diese [unter anderem in der Ausstellung gezeigte] Vielfalt ist unsere Stärke – sie zeigt, wie viel Kreativität, Können und Leidenschaft in unserem Verein stecken. Sie zeigt uns auch, dass unser Kunstverein ein lebendiger Teil des Schrobenhausener Kulturlebens ist…. und damit einen kreativen Beitrag zur kulturellen Identität unserer Stadt leistet.
Zukünftig wieder Kulturherbst gemeinsam gestalten
Wir denken, dass sich diese Kreativität und Leidenschaft auf vielfältige Weise multiplizieren kann. So sehen wir zum Beispiel neben Musik, Theater und Literatur auch die bildende Kunst als Teil des Kulturherbstes.
Mein Plädoyer an dieser Stelle [an den Bürgermeister gerichtet] ist deshalb, lassen Sie uns den Kulturherbst künftig gemeinsam gestalten – als ein Fest der gesamten Kultur in Schrobenhausen, in dem alle Kunstrichtungen ihren Platz finden.
Kunstvereine als immaterielles Unesco Kulturerbe, Aufgaben für den KV
[….die Begründung der deutschen Unesco Kommission] Kunstvereine verbinden zivilgesellschaftliches Engagement mit ehrenamtlicher Kunstvermittlung.…Kunstvereine ermöglichen kulturelle Teilhabe durch die Präsentation und Vermittlung von Kunst, fördern und vernetzen die lokalen Szenen. Sie richten oft die ersten Ausstellungen junger Kunstschaffender aus und unterstützten sie bei der Produktion neuer Kunstwerke, indem sie ihnen Wissen und Können vermitteln. So tragen die Vereine zur Vielfalt der Kunstlandschaft bei.
….definiert gewissermaßen das Aufgabenspektrum des Kunstvereins.
Der Kunstverein Schrobenhausen ist seit vielen Jahren ein Ort des Austauschs, der Inspiration und der Begegnung.
Wir wollen Kunst nicht nur zeigen, sondern erlebbar machen – als Teil des städtischen Lebens, als Impuls und als Einladung zum Gespräch. Nach dieser Renovierung starten wir in eine neue Phase – mit frischen Räumen, neuen Ideen und, so hoffe ich, viel Energie.
Zum Schluss eine Aufforderung zum Feiern
Lassen Sie uns gemeinsam feiern, dass die Pause vorbei ist – und dass der Kunstverein Schrobenhausen wieder ganz da ist.
Dem folgten unsere Besucherinnen und Besucher gerne. Das Team um Robert hat die Feier sehr gut organisiert, eine Workshop Verlosung (mit Angelika, Erika, Ulrike) veranstaltet, ein üppiges Buffet angerichtet und ausreichend Getränke (Jens) ausgegeben. Ein gelungener Abend als Auftakt zu einem neuen Kapitel im Kunstverein.
Wer, ob des Gedränges nicht alle Kunstwerke (es sind mehr als 20 Künstlerinnen und Künstler vertreten) gebührend geniessen konnte: die Ausstellung läuft bis 28.12. Vorher gibt es noch eine Rotweinführung (auch mit Weißwein und Wasser).







