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Neues Galeriekonzept für den KV: Multifunktionale Modulmöbel getestet

In Folge des Hochwassers war eine Generalsanierung der Galerie des KV nötig. Jegliche Einrichtung einschließlich der Küche und des Bodens war zerstört worden. Der Keller stand vollständig unter Wasser.

Ein herber Rückschlag für den Ausstellungsbetrieb in der, zur 45 Jahrfeier aussen gerade neu gestalteten und gestrichenen Galerie.

Aber auch eine Chance für den Verfasser dieses Blogartikels die innere Gestaltung und das Nutzungskonzept der Galerie vollständig neu zu denken.

Herausgekommen ist ein multifunktionales Modulkonzept das zu den Kunst-Ausstellungen auch Vorträge, Workshops, Sitzungen, Versammlungen und Feiern in den Räumen des KV inmitten gerade ausgestellter Kunst ermöglicht.

In dem bekannten klassischen White-Cube (dank der Stadt Schrobenhausen mit neuer Fensterfront, Eingangsbereich, neuem Zement-Boden) stehen bald ausreichend viele, zugunsten der Kunst zurückgenommene, einfachste „Kisten“ (das „KV-Galerie-Modul“) zur Verfügung die leicht sind und frei versetzt und zusammengestellt werden können.

(c) Harald Brosi, Multifunktionales Modulkonzept für den KV

Sie dienen als Sitzbänke, Lagertruhen (Getränke, Unterlagen, Werkzeug), Tresen, Vitrinen, zur Material-Präsentation, als Skulpturen- und Objekt-Sockel.

Künstlerinnen, Künstler, und Vortragende sollen diese zukünftig frei verwenden, verschieben und stapeln können z.B. als Sitzreihen für die Gäste einer Vernissage, Tresen für Getränke, Lesepult für Vorträge, Präsentations-Sockel für Skulpturen und Objekte, Sitzblöcke zur Kunstbetrachtung für Besucherinnen und Besucher. 

Für verschiedenste Nutzungsszenarien gibt es dazu Vorschläge zu Stell-Lösungen und Anordnungen die auch die Verkehrsräume ausreichend adressieren („Bedienungsanleitung für eine Galerie“).

(c) Harald Brosi, Bedienungsanleitung für eine Galerie

Für die Organisatoren des Galeriebetriebs (also im wesentlichen „den Vorstand“ und die ausstellenden Künstlerinnen) ergibt sich eine erhebliche Erleichterung – die Kisten verbleiben permanent in der Galerie im EG und werden einfach flexibel angeordnet.

Ein Teil der Vorstandschaft war jetzt vor Ort (siehe Titel-Foto, auf der Noch-Baustelle) um eine Sitzprobe auf zwei Prototypen der Module vorzunehmen. Spontan hat Robert Kösslinger diese Prototypen zusammengebaut und dabei konstruktiv detailliert.

Alle haben die Module, wie schon bei einer vorhergehenden Sitzung, für gut und nützlich befunden, weitere Nutzungen diskutiert und ausprobiert, und anschliessend noch die Farbe festgelegt. Nach einem Vorschlag von Richard Gruber wurde auch ein verkürztes Modul mit einem Meter Länge aufgenommen. Es ergeben sich dadurch noch größere Flexibilität durch weitere Nutzungsszenarien (vor allem Objekt-Sockel).

Bis zur nächsten „ersten neuen Ausstellung“ im November soll alles fertig sein. Dann eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für die Künstlerinnen und Künstler ihre Kunst exklusiv im neuen Rahmen der Galerie des Kunstvereins zu präsentieren.